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Die Bierherstellung
Wird bei der Bierherstellung von Malz gesprochen, ist stets Gerstenmalz gemeint.
Die
Getreidekörner enthalten Stärke, die in vergärbaren Zucker umgewandelt
werden muss. Dies geschieht durch den Keimvorgang, der durch das
Weichen der Getreidekörner eingeleitet wird und bei dem Enzyme die
Stärke zu Dextrinen und Malzzucker abbauen.
Um das Keimen zu
stoppen wird dann das Malz bei Temperaturen zwischen 50° und 220°
gedarrt, wodurch es seine Farbe und sein Aroma erhält. Die Enzyme
werden durch das Darren inaktiviert und wirken im trockenen Malz nicht
weiter. Dies geschieht erst, wenn sie wieder mit Wasser in Berührung
kommen.
Das Malz wird anschließend geputzt, d.h. von Würzelchen und den fetthaltigen Keimen befreit. Damit endet der Vorgang des Mälzens - das Ergebnis ist Darrmalz!
Bevor es in Deutschland
Handelsmälzereien gab, stellte jede Brauerei ihr eigenes Malz her. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begannen sich die
Handelsmälzereien zu etablieren, darunter auch Michael Weyermann
in Bamberg. Von dieser Mälzerei beziehen wir die Malze für
unsere Biere.
Weyermanns Entscheidung im Jahr 1879 sich auf die Produktion von Spezialmalzen
zu verlegen, war einzigartig im deutschen Braugewerbe. Bei der
Neukonstruktion dieser Malzfabrik bot sich die hervorragende Chance
eine höchst moderne Weiche und Keimeinrichtung zu bauen. Revolutionär zu dieser Zeit war
die pneumatische Weiche mit der Möglichkeit, die Gerste
während der Nassweiche intensiv zu belüften und während
der Trockenweiche die entstehende Kohlensäure abzusaugen.
Für die Herstellung unseres
Engelsbräu hell, dunkel und Hefe benutzen wir helle und dunkle Malzsorten sowie Farbmalz
Um aus dem Malz Bier herzustellen, muss es geschrotet werden, denn durch das Schroten
wird eine Oberflächenvergrößerung erzielt - die Malzinhaltsstoffe
können besser ausgelaugt werden. Unsere Malzmühle steht im Durchgang
zum Biergarten.
Nun wird das Malzschrot mit Wasser vermengt und die entstehende Maische
wird stufenweise erhitzt, was in einem der kupfernen Braukessel
geschieht, die Sie in unserer Gaststätte sehen können. So werden die
Enzyme wieder aktiviert und lassen leicht lösbaren Malzzucker entstehen.
Beim anschließenden Läutern werden die löslichen Bestandteile (Würze) von den unlöslichen (Treber) getrennt.
Nun wird im zweiten Kupferkessel die Würze mit Hopfen gekocht,
wobei sich die aromatischen Stoffe des Hopfens mit dem Malzaroma zum
Biergeschmack verbinden. Die Hopfung ist bei unseren drei Biersorten
verschieden. Die Würze wird durch Verdampfen konzentriert und der
vorgesehene Stammwürzegehalt erreicht.
Die Stammwürze
enthält alle bisher gelösten Anteile (Malzzucker, Malzdextrine, Eiweiß,
Vitamine, Spurenelemente sowie Bitter- und Aromastoffe). Ca. ein
Drittel der Stammwürze verwandelt sich in Alkohol. Die Flüssigkeit wird
dann in den Gärkeller gepumpt, wo sie gekühlt wird um die richtige
Temperatur für das Anstellen mit Hefe zu bekommen.
Während der Gärung (ca. 8 Tage bei 8°C) entstehen aus den Zuckerstoffen der Würze Alkohol und Kohlenstoffdioxid.
Das Jungbier wird in Lagertanks umgefüllt und kommt hier zur Ruhe. Die Nachgärung setzt ein, wobei Restzucker abgebaut und der Kohlensäuregehalt reguliert werden.
So
entstehen in unserem Braukeller drei individuelle
Biere, die Sie in unserer Gaststätte frisch gezapft genießen oder in
Siphons abgefüllt für den Genuss zu Hause mitnehmen können!
Hopfen und Malz - Gott erhalt's!
Ihr Brauhaus-Team
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